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Die Vervielfältigung und Verbreitung von Textpredigten ist unzulässig. Bewahren Sie die empfangene Gnade im Herzen, indem Sie Zions Duft ausströmen.

Gott kommt an einem Tag, an dem er nicht erwartet wird

Wenn sich die Leute in Frieden und Sicherheit wiegen, dann kommt es vor, dass sie zwar äu-ßerlich Christen sind, aber dass andererseits ihr Wesenszug des Christen verlorengeht. Die-jenigen, die sich in Not und Bedrängnis für ihre Frömmigkeit zu ereifern pflegen, kehren doch mitunter - falls der gegenteilige Fall eintritt - vielmehr Gott den Rücken.
Die Bibel besteht aus von Schöpfergott, der die Menschen schuf, niedergeschriebenen Worten, die deshalb das innere Kernwesen des Menschen am präzisesten und exaktesten zum Aus-druck bringen. Gott, der über die menschliche Innenwelt ganz gut Bescheid weiß, hat alle Wor-te zu unserer Führung in den 66 Büchern der Bibel schriftlich festgehalten, damit wir nicht trä-ge werden, indem er uns manchmal tadelt und gelegentlich unser Ohr weckt, um uns hinterhäl-tigen Täuschungsmanövern des Stans bzw. Teufels nicht zum Opfer fallen, sondern zum Heil gelangen zu lassen.

Gedankenunterschied zwischen dem verzögerten und unverzüglichen Kommen
Wenn wir in der Bibel auf solche Worte Gottes stoßen, dann ist dabei unsere gedankliche Be-reitschaft zu deren Hinnahme am wichtigsten. Ein Gedanke ist die Triebkraft für das jeweilige Verhalten des Menschen. Der Prophet Jeremia leitete die Lehre weiter, dass als die Folge un-serer Gesinnung entweder ein Unheil oder ein Segen über uns komme.

Jer 6,17-19 Auch habe ich Wächter über euch gesetzt: Achtet auf den Hall der Posaune! Aber sie sprechen: Wir wollen's nicht tun!
Darum höret, ihr Völker, und merkt auf samt euren Leuten! Du, Erde, höre zu! Siehe, ich will Unheil über dies Volk bringen, ihren verdienten Lohn, weil sie auf meine Worte nicht achten und mein Gesetz verwerfen.

Falls alles die Frucht unseres Gedanken ist, müssten wir uns da auch nicht vergewissern, wo uns dieser Gedanke jetzt zu liegen scheint? Der gesegnete Mensch hat eine solche Auffas-sung, gesegnet zu werden, wobei der Heimgesuchte eben eine derartige Meinung innehat, verdammt zu werden; daher hat der eine als Folge davon den Segen und der andere das Un-glück. Ist unser Gedanke stets auf den heiligen Willen Gottes gerichtet, können wir dann als dessen Konsequenz nicht die Stufe erreichen, den letzten Segen in Empfang zu nehmen?
Da wir in der prophezeiten Zeit, wo der Bräutigam auf sich warten lässt, leben, so beunruhigt mich nicht selten der Gedanke, dass es eventuell solche Leute geben könnte, die von Ungeld, ob er nicht etwa auf ewig versäume zu kommen, gepeinigt werden oder auf das Wort hin, dass er bald komme, in der lückenhaften Gedankenwelt ein liederliches Leben ohne den morgigen Tag und Zukunft führen. Aber Gott lehrte uns des Öfteren: „Lebt diesem Tag der Herrlichkeit entgegen, indem ihr alles tut, was ich euch heute zur Pflicht mache, auch wenn das Ende der Welt morgen käme!“ Dass wir in der Geisteseinstellung „Heute kommt Christus!“ unseren Be-schäftigungen nachzugehen haben, ist die Aufforderung Gottes und zugleich die richtige Glau-benshaltung, ganz gleich ob Christus in einem oder zwei Jahren, morgen oder zu einem ande-ren Zeitpunkt erscheint.

Daher ist der Gedanke „So bald kommt Christus doch nicht zurück“ insofern gefährlich, als er unseren Glauben zerstört, an unserer Hoffnung nagt und die Funktion einer Schlaftablette er-füllt, unsere Seelen in einen Schlaf zu versetzen. Nun wollen wir uns anhand der biblischen Worte vergewissern, was es mit der geistlichen Wachsamkeit auf sich hat, wobei wir wachsam und bereit sein und Gott, der an einem Tag kommt, wenn wir überhaupt nicht damit rechnen, in Empfang nehmen sollten.

Mt 24,48-51 Wenn aber jener als ein böser Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunke-nen: dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er's nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Der Herr wird kommen an einem Tag, an dem der Knecht es nicht erwartet, und zu einer Stun-de, die er nicht kennt. Dass der Knecht da heult und mit den Zähnen knirscht, war die Folge seiner bösen Gesinnung.
Manche bemühen sich nach Kräften um einen unverzüglichen Empfang Christi, ganz gleich ob er in zwei oder einem Jahr, morgen oder doch noch heute kommen mag. Auch für solche Men-schen ist nun ein Segen als die Frucht ihrer Geisteshaltung vorgesehen.
Andererseits gehen diejenigen, deren Standpunkt dazu neigt, dass der Herr noch nicht lange komme, den ihnen obliegenden Aufgaben nicht nach und verschieben sogar alle Segen brin-genden Handlungen auf die lange Bank. So erfüllt sich die Prophetie „Dann wird der Herr die-ses Knechts kommen an einem Tage, an dem er's nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuch-lern; da wird sein Heulen und Zähneklappern„ bei der Ankunft Christi an ihnen.
Matthäus 24 beschreibt ein Szenario, in dem Jesus bei der Erklärung der am Jüngsten Tage stattfindenden Ereignisse die zum Zeitpunkt der letzten Ankunft Christi von uns zu erwartenden Begebenheiten vorankündigte (s. Mt 24,3). Hierbei handelt es sich weder um die Worte Jesu an die Heiligen der Urkirche noch um seine Prophezeiung gegenüber den Glaubensvorfahren zur Zeit des ATs, sondern gegenüber uns, die wir in einem Zeitalter leben, das dieser Weissagung am nächsten ist.
In diesem Fall müsste es dann in den letzten Tagen der Welt ganz gewiss solche Menschen geben, die wie dieser böse Knecht denken. Sie lassen es sich zwar äußerlich nicht anmerken, hängen aber ihren persönlichen Vergnügungen an, indem sie ihre Mitarbeiter schlagen, mit den Zechbrüdern Gelage veranstalten usw., weil sie der Meinung sind, dass der Herr säume zu kommen. Ebendeswegen vergessen sie die ihnen zufallende Aufgabe als Christen und werden vom Herrn bestraft, der an einem Tag und zu einer Stunde zurückkehrt, wenn sie überhaupt nicht damit rechnen.

Mt 24,40-42 Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird angenommen, der andere wird preisgegeben. Zwei Frauen werden mahlen mit der Mühle; die eine wird angenommen, die andere wird preisgegeben. Darum wachet; …

Mt 24,44 Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint.

Sei ein treuer und kluger Knecht und bleib wachsam!
Die Bibel erwähnt uns ausdrücklich, wachsam und bereit zu sein, denn der Menschensohn wird gerade dann kommen, wenn wir am wenigsten damit rechnen. Aber was bedeutet es, wach-sam zu bleiben?

Mt 24,45-47 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.

Nach diesen Worten scheint es uns gar nicht schwer zu fallen, uns wachsam und bereit zu hal-ten, denn wir brauchen dabei diejenigen, die die Speise nötig haben, zur rechten Zeit mit der Kost der Wahrheit zu versorgen, nämlich Verkündigung der Worte Gottes, Leben in fleißigem Gebet, beharrliche Einhaltung der Ordnungen Gottes und eifrige Dienerschaft gegenüber den Geschwistern.
Wenn wir uns das hier erwähnte Gleichnis vom treuen und bösen Knecht ansehen, dann kön-nen wir feststellen, dass ihre gegensätzlichen Ausgänge bzw. ihre Meinungsunterschiede dabei eine entscheidende Roll spielten. Der eine konzentrierte sich auf seine Arbeit, gleichgültig, ob es zur Zeit oder Unzeit war, wohingegen der andere mit dem Gedanken „Ich werde nun bis zum bestimmten Zeitpunkt tätig sein“ einer zeitbedingten Tätigkeit nachging, mit der Bereit-schaft zur fleißigen Arbeit, wenn sein Herr schnell käme, sonst nicht. Daher war sein Glaube wegen der zeitlichen Bedingtheit starken Schwankungen unterworfen.
Der wachsame und bereite Knecht und der böse Knecht unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Gesinnung. Die Auffassung eines wachsamen und bereiten Menschen lautet: „Da das ein Anliegen meines Vaters und ein mir anvertrauter Auftrag sind, wie kann ich mir nun eine Frist setzen und zu Werke gehen? Bis dieses vom Vater geschenkte Leben seinen letzten Atemzug macht, werde ich mein Bestmögliches für diese Obliegenheit tun.“ Wer so bereit ist, der beflei-ßigt sich, getragen von der Stimmung, nicht nur für eine festgesetzte kurze Zeitdauer - wenn jemand von einer ganz nahen Ankunft Christi zu einem bestimmten Zeitpunkt spricht - sondern gibt sich in der Geisteshaltung „Das Evangeliumswerk ist meins und zugleich dasjenige von Va-ter und Mutter“ beharrlich allergrößte Mühe darum und geduldet sich bis zum Schluss.
Gott, der unsere Geister prüft, erklärte anhand dieses Gleichnisses so die Gemütsverfassun-gen und psychischen Strukturen aller Familienmitglieder, die sich im letzten Zeitalter an der Evangelisation beteiligen. Mit welchem Gedanken und mit welchem Ergebnis sollten wir daran teilnehmen?
Für dieses Werk ging Vater einen Weg voller Mühsal und Aufopferung, indem er 37 Jahre lang im Leibeskleid das Evangelium verkündete. Wie könnten wir denn da dem 37-jährigen Aufopfe-rungsweg Gottes voll und ganz nachfolgen, wenn wir seinen Fußstapfen nicht richtig hinter-hergehen und hin- und herschwanken würden?
Die Familienangehörigen, die noch nicht in der Wahrheit stehen, brauchen zwar demnächst nach dem Bekenntnis zur Wahrheit Mitteilhaber am Willen Gottes zu sein, doch es wird denje-nigen, die als zuerst Berufene gelaufen gekommen sind, Segen bringen, wenn sie nach Leibes-kräften bis zum Schluss rennen.
Der Feind, der Teufel, bringt uns auch ab und zu wie im Fall Hiob in schwierige Lagen, ums uns auf die Probe zu stellen. Bitte versuchen Sie auch in einer Situation, wo Sie sich aus finanziel-len Gründen nicht vollständig der Evangelisation widmen können, mit Fleiß und Eifer zu missi-onieren! Wenn Gott Sie sieht, dass Sie unter keinen wie auch immer gearteten Umständen auf-hören, Mission zu treiben, dann wird er Ihnen bessere Bedingungen und Verhältnisse verschaf-fen. Der Teufel, der Hiob zu seiner Versuchung Leiden zugefügt hatte, kapitulierte schließlich vor dem unerschütterlichen Glauben Hiobs, wobei Gott Hiob doppelt so viel als zuvor segnete. Merken wir uns diese Lehre!

Hiob 42,12 Und der HERR wandte das Geschick Hiobs, als er für seine Freunde Fürbitte tat. Und der HERR gab Hiob doppelt so viel, wie er gehabt hatte. Und es kamen zu ihm alle seine Brüder und alle seine Schwestern und alle, die ihn früher gekannt hatten, und aßen mit ihm in seinem Hause … Und der HERR segnete Hiob fortan mehr als einst, sodass er vierzehntau-send Schafe kriegte und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und tausend Eselin-nen.

Offb 3,10-12 Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, …

Zwar ist der Mensch ein schwaches Wesen, aber Gott ebnet uns auch in einer praktisch aus-sichtslosen Lage und bei den fast unmöglichen Verhältnissen einen Weg, wenn wir dabei nur unsere Gesinnung und Herzenseinstellung Gott gegenüber standhaft aufrechterhalten.
Denken wir mal über uns selbst nach, mit dem steten Gedanken, dass Gott zu einer Stunde, in der wir es nicht meinen und die wir nicht kennen, auf diese Erde kommen kann! Was soll ich tun, wenn Christus heute kommt? Wie heiße ich ihn willkommen, wenn er morgen erscheint? Bin ich jetzt auf alles vorbereitet? Setze ich wirklich alles gemäß dem von Gott erlassenen Ge-bot in die Tat um? Folge ich ihm tatsächlich nach, wohin er mich auch immer führt?
Verkünde ich übrigens ganz fleißig das Evangelium? Halte ich Gottes Gebote von ganzem Her-zen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt? Wenn ich in der Vorstellung von seiner heuti-gen Ankunft zuerst daran denke, was ich zu tun habe, um wachsam zu bleiben, dann wird er uns Einsicht und Verständnis geben, damit wir predigen können.

Tun wir Gottes Worte kund mit dem Herzen, die Seele zu retten!
Die Harmonie der ganzen Schöpfung hängt von der Hand Gottes ab. Selbst weltliche Anliegen scheinen äußerlich gesehen von Menschen gelenkt zu werden, aber innerlich gesehen liegen sie alle in Gott und haben eine tiefsinnige Absicht Gottes inne, die wir nicht erkennen.
Wegen Verfolgung und Unterdrückung erleiden wir zwar auch manchmal Schwierigkeiten, aber da Gott weiß, dass wir andernfalls schnell träge werden und vor Erschöpfung zu Fall kommen, versetzt er uns zu unserer Läuterung in solch eine schwere Situation. Daher sagte er zu uns, in jeder Lebenslage dankbar zu sein (1. Thess 5,16-18).
Gott setzt uns auch nicht selten verschiedenen Prüfungen aus, weil er Bescheid weiß, dass wir, wenn er uns in guten Verhältnissen bleiben lässt, vor lauter Geborgenheit bald in eine fleischli-che Gesinnung verfallen. Doch ganz gleich, in welcher Lage wir uns auch immer befinden mö-gen, wird uns Gott einen vollständigen Ausweg aus der Sackgasse bahnen, wenn wir uns nur Gedanken machen, wie wir dabei am besten die segensreichen Worte verkünden können.

Ein Mitglied unserer Gemeinde betreute sein Kind, das in einem Krankenhaus lag. Seine Mut-ter traf dort in der Kinderabteilung gleichaltrige Mütter, die ihre erkrankten Kinder aufsuchten und sich um sie kümmerten, und führte sie zu Gott. Wir könnten anscheinend in solch einer La-ge gar nichts tun, jedoch sagte sie: „Da wir in einem Krankenzimmer waren, fiel mir sehr leicht, Gottes Worte zu verkünden.“
Während die Kinder schliefen, unterhielt sie sich mit ihren Müttern über den von Gott einge-setzten neuen Bund, um uns ins Himmelreich, wo es nie wieder Leid, Schmerz und Trauer gibt, zu führen. Als sie ihnen, die sich trotz ihres Kirchengangs meist unkenntlich in diesem Zusam-menhang zeigten, in aller Ruhe das Evangelium bezeugte, interessierten sie sich - erstaunt und ergriffen von dieser Botschaft - mehr für Gottes Wort als für das Entlassungsdatum ihrer Kinder, nachdem sie sich mit der Bemerkung „Steht so etwas in der Bibel geschrieben?“ in der Schrift davon überzeugt hatten.
Indem sie auch unter schwierigen Verhältnissen ihr Kind umsorgte und ihrer Pflicht und Verant-wortung als Mutter nachging, missionierte sie mit dem innigsten Herzen, wie sie die anderen zum Heil führen könnte; deshalb trug sie gute Früchte.
Verkündet jemand unter Zwang „Ich sollte eigentlich predigen …“ die Heilsbotschaft, kommt ihm zuerst das Bedenken „Für wen wird mich wohl die Person dort halten?“, weshalb eine sol-che Mission eher mit keinem guten Ausgang rechnen kann. Predigen Sie doch mal einem Men-schen beim Gedankenaufkommen, dass seine Seele zu erbarmen und zu erretten ist! Mit dem innigsten Gedanken „Wenn ich mich nicht um die Seele kümmere, geht sie wohl verloren“ und „Ist die Zeit vorüber, dann sehe ich diese Frauen zu meinen Lebzeiten nie wieder. Solange Gott mir diese Begegnung gewährt, müsste ich ihnen die Botschaft, durch die sie leben, übermit-teln“ näherte sie sich ihnen mit offenem Herzen und rettete sie nach der Verkündigung des Evangeliums, wobei alles durchgängig die Folge der jeweiligen Gesinnung zu sein scheint.
Wir alle sollten stets im vollen Bewusstsein der herzlichsten Innigkeit sein, unter allen Umstän-den die Seele des anderen Menschen zu retten, wobei es gerade unser aller Aufgabe sein müsste, jedem die Speise zur rechten Zeit zu geben, nicht wahr?

Mt 24,45-46Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht.

Ich denke, es ein Zeichen des klugen Kindes, sich wie Gott aus Liebe zur Seele der Mensch-heit ausschließlich der Verkündigung des Evangeliums zu widmen, ob man es hören will oder nicht. Aber der Knecht, der in seinem Herzen sagt, dass sein Herr auf sich warten lasse, denkt immer: „Wenn ich es heute nicht schaffe, dann kann ich`s doch ein anderes Mal.“ Daher führt er ein liederliches Leben, indem er mit seinen Zechbrüdern isst und sich beim Trinkgelage be-trunken macht; dann kommen dieser unerwartete Tag und die unbekannte Stunde.
Darum dürfen wir ruhig schlussfolgern: Der Weg des ersten ist ein Leben im Vertrauen auf Christi Wort und in Treue gegenüber seinem Wort. Jedoch stellt der Lebenspfad des anderen eine Daseinsform mit dem Begehren nach eigenen Vergnügungen und Gelüsten dar.

Wer in seinen anvertrauen Dingen treu ist, der ist wachsam
Indem wir noch einmal an die Ankunft Christi auf dieser Erde an einem unvorgesehenen Tag denken, müssen wir uns bewusst sein, dass alles die Folge unserer eigenen Gedanken ist. Daher ist es notwendig, aufgrund einer positiven und gläubigen Geisteshaltung einen segens-reichen Ausgang herbeizuführen.

Mt 25,11-13 Später kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu uns auf! Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht. Darum wachet! Denn ihr wisst weder Tag noch Stunde.

Sowohl in Mt 24,42 als auch in Mt 25,13 sagte Gott; „Darum wachet!“ So wiederholt er seine Warnung in einem fort, wachsam zu bleiben, und dass er an einem Tag und zu einer Stunde kommen werde, wenn wir überhaupt nicht damit rechnen.
Der sicherste Weg, sich wach zu halten, ist der, Arbeit zu verrichten. Könnte jemand mit ge-schlossen Augen dösend einer Beschäftigung nachgehen? Arbeiten wir, dann sind wir gezwun-genermaßen bei Sinnen. Obwohl die fleißigen Werktätigen durch die Nacht hindurch tätig sind, übermannt sie der Schlaf nicht. Aber wer nicht arbeitet, der befindet sich beinahe in einem schlafähnlichen Zustand.
Wir können eine konkrete Antwort auf die Frage, wer wachsam ist, im unmittelbar darauffolgen-den Gleichnis von den anvertrauten Zentnern (s. Mt 25,14-30) finden. Derjenige, der fünf weite-re Zentner dazuverdient hatte, arbeitete voller Fleiß mit dem Gedanken, fünf Zentner dazuzu-gewinnen, weshalb er sie seinem Herrn aushändigen und von ihm Lob erhalten konnte: „Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!“ Auch der Knecht, der seine zwei Zentner verdoppelt hatte, dachte, dass er nicht umhinkönne, zwei weitere Zentner dazuzuverdienen. Doch der Diener mit einem Zentner war der Meinung, dass er nicht anders könne, als seinem Herrn nur einen Zentner zurückzugeben, wenn er von ihm einen Zentner erhalten habe. Alles ist eine Folge des Denkens.
Ein solcher Gedanke „Mein Herr lässt auf sich warten. Was nützt es mir denn, dass ich mich jetzt so befleißige?“ bringt schließlich eine derartige Konsequenz mit sich. Wer viel hat, der be-kommt noch mehr dazu, wer aber wer wenig besitzt, dem wird auch noch das Letzte wegge-nommen, was auf seine jeweilige beschränkte Denkweise zurückzuführen ist.

Ein Geschäft ist einzig auf Gewinn ausgerichtet. Die Aufforderung des Herrn „Treibe Handel!“ beinhaltet seinen Willen, viele Seelen zu retten, wozu uns Gott eben Zentner gegeben hat. Zwei Knechte handelten nach dem Willen ihres Herrn, aber der andere nicht. Da bezeichnete Gott diesen Nichtstuer als böse und faul und wies andere an, ihm selbst noch das Wenige, das er hatte, wegzunehmen.
Wir sollten uns Gottes Urteil über drei Knechte ansehen, als der Knecht mit fünf Talenten zehn Talente bzw. der Diener mit zwei Talenten vier Talente oder der Dritte mit einem Zentner keinen Gewinn mitbrachte, und uns im Klaren darüber sein, wie sich die Folge unseres Denkens auf die geistliche Welt auswirken wird.
Wenn die Menschheit auch eine kleine Sache um des Reichs Gottes und seiner Gerechtigkeit willen tut, dann wird sie auf alle Fälle mit einem vielversprechenden Ausgang rechnen, aber wenn sie unter anderweitigen Umständen tätig ist, wird sie sich stets von Schwierigkeiten um-geben finden. Lasst uns mit den ständigen Gedanken an diese Tatsache nur an Gottes Reich und seine Gerechtigkeit denken und dafür arbeiten!

Dan 12,1-3 Zu jener Zeit wird Michael, der große Engelfürst, der für dein Volk eintritt, sich auf-machen. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen. Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande. Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Ster-ne immer und ewiglich.

Der Satz „werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich“ erklärt auch in Kürze die Herrlichkeit des Himmelreichs. Wir sollten uns merken, dass Gott alles sieht, wie viel sie sich geduldet, wie oft sie gebetet und wie sehr sie sich abgemüht haben, um eine Seele zum Heil zu bringen.
Es ist eine allzu leichte Sache, mit der Macht Gottes Hundertvierundvierzigtausend unter sechs Milliarden Menschen zu finden. Doch durch die Evangelisation stärkt uns Gott, erweckt gleich-zeitig den Geist unseres Glaubens und bringt uns näher zu sich selbst, damit wir das Herz von Vater und Mutter auch ein bisschen verstehen.
Wer noch nicht das Evangelium verkündet hat, kann das Wort „Gott ist Liebe“ nicht aus seinem Herzen kommen. Im Zuge der Rettung einer Seele und einer Familie können wir das ganze Ausmaß der Liebe, die uns Vater und Mutter erwiesen haben, erkennen und begreifen. Aus diesem Grund entschließen wir uns, Gott noch eifriger gehorchen zu wollen, und werfen einen Rückblick auf uns selbst, die wir einst auch aus Mangel an Verständnis seines Wortes in Ver-suchung gerieten, und gelangen zur Erkenntnis, dass mich Vater und Mutter auch damals in unvergänglicher Treue liebten, was einem Menschen, der noch nie missioniert hat, keineswegs bewusst werden kann.
Denken Sie im Gebet an zu missionierende Personen, dann erinnern Sie sich gewiss an man-che. Die eine könnte mein Freund sein, den ich zu retten habe, oder ein völlig in Vergessenheit geratener Schulkamerad und die andere ein Nachbar, mit dem ich früher durch dick und dünn ging. Falls wir sie in unserem Gedächtnis begraben und in gegenseitiger Vergessenheit leben, so fristen sie unbeachtet ihr Dasein. Aber sie alle können zum Heil gelangen, wenn wir bloß ge-willt sind, ihnen die Heilsbotschaft zu ihrer Rettung zu verkünden.
Auf diese Weise sollten wir dieses Evangeslisationswerk möglichst schnell zu einem segens-vollen Abschluss bringen und wachsam und bereit sein, Gott, auch wenn er morgen, nein, noch heute kommen mag, in Empfang zu nehmen: „Herzlich willkommen! Wir haben dich erwartet!“
Mit dem Gedanken, zuerst anderen Familienangehörigen ein gutes Beispiel für die Wachsam-keit geben zu wollen, bemühen wir uns eifrig um ein segensreiches Ergebnis, auf dass alle Mit-glieder in Korea und rund um den Globus aufwachen und wie die Sterne am Himmel für alle Ewigkeit glänzen können! Lasst uns so alle hundertvierundvierzigtausend Heilige werden, stets in Bereitschaft, Gott freudvoll aufzunehmen, wann auch immer er kommen mag!