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Die Vervielfältigung und Verbreitung von Textpredigten ist unzulässig. Bewahren Sie die empfangene Gnade im Herzen, indem Sie Zions Duft ausströmen.

Seid zu jeder Zeit bereit!

Im Herbst kann ein Bauer seine fröhliche Miene nicht verbergen, obwohl ihm der Schweiß vor lauter Arbeit, reifes Getreide und Obst in die Scheune einzufahren, in Bächen runter läuft. Wie der Winter dem Bauer nach dem Herbst, der Jahreszeit der Ernte, eine Atempause verschafft, so befinden wir uns jetzt angesichts der geistlichen Erntezeit in einem Zeitpunkt, wo der Wei-zen tagaus, tagein in die Scheune eingesammelt wird, weshalb wir umso mehr den heranna-henden Tag der Ankunft des Himmelsvaters spüren. Wir sollten Gott voll und ganz aufnehmen, zumal wir die Tage bis zu seiner Wiederkunft zählen.

Kinder, die sich mit dem Begehren des Geistes in Wachsamkeit bereit halten
Wer große Begierde nach dem Irdischen hat, der spricht nicht gern über das Himmlische, wo-hingegen ein Mensch voller Begehrlichkeit nach dem Geist seine Hoffnung auf das Himmli-sche setzt und sich dafür interessiert, weil sich ihre jeweiligen Interessengebiete voneinander unterscheiden.
Die gänzlich von weltlichen Gelüsten erfüllten Menschen denken ohne einen einzigen Wunsch nach dem Himmelreich lediglich an die säkularen Anliegen und sinnen nur über die mit eigenen Augen wahrnehmbare Realitätswelt nach; daher ist es nicht wunderlich, dass sie möglichst ei-nem Gespräch über die Hoffnung auf den Himmel aus dem Wege gehen. Aber diejenigen voller Hoffnung auf das Leben im Himmelreich langweilen sich niemals auch beim stundenlangen Hö-ren von Gottes Wort, machen sich bis spät in die Nacht hinein Gedanken darüber, nehmen da-bei jedes Wort mit Freude auf und frohlocken. Da sie mit Hoffnung auf das Himmelreich die An-kunft Gottes herbeisehnen, machen sie sich mit Freuden an die Arbeit des Geistes.
Weil der Tag der Ankunft Gottes immer näher herankommt, so ist es Zeit für uns alle, bereit zu sein. Wenn der Zeitpunkt heranrückt, dass Vater von einer langen Reise in die weite Ferne zu-rückkehrt, bereitet sich die ganze Familie, die ihn sehnsüchtig erwartet, von Mutter bis hin zu den Kindern, jeder in seiner Art und Weise auf einen freudigen Empfang des Vaters vor, indem sie das ganze Haus aufräumt und putzt.
So müssen wir uns auch für den Empfang des bald wiederkommenden Himmelsvaters rüsten. Wie würde wohl dem Vater, der eine weite Reise unternommen hat und heimkommt, als Famili-enoberhaupt nach seiner Heimkehr bei einer inneren und äußeren Hausbesichtigung zumute sein, wenn wir alle vor Müdigkeit eingeschlafen gewesen wären und deshalb das Haus nicht in einem sauberen Zustand gehalten hätten? Erwerben wir uns durch die Worte der Bibel Weis-heit, wie wir den in Kurzem zurückkehrenden Vater gebührendermaßen willkommen heißen können!

Mt 24,42-47 Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr's nicht meint. Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den der Herr über seine Leute gesetzt hat, damit er ihnen zur rechten Zeit zu essen gebe? Selig ist der Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, das tun sieht. Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.

Die in dem obigen Gleichnis enthaltenen Worte machen uns bewusst, was wir in den letzten Tagen zu tun haben. Ganz abgesehen von der Prophezeiung der Bibel sind sich zahlreiche Wissenschaftler, Wahrsager und Menschen darin einig, dass das jetzige Zeitalter als die Zeit des Weltendes gilt. Die Bibel sagt in Bezug auf die Endzeit, wachsam und bereit zu sein. Wir sollten uns bereit halten, weil der Menschensohn Christus wiederkommt.
Gott sprach von der Weisheit desjenigen, der unmittelbar vor der Ankunft Christi jedem seiner Dienerschaft die Speise zur rechten Zeit gibt. Wer an dieses Wort glaubt und danach tut, der wird zu einem Christen, der den wiederkommenden Christus gebührenderweise in Empfang nehmen kann.

Andererseits gibt es auch Leute, die dieses Wort nicht ernst nehmen und es nicht in die Tat um-setzen. Wenn jemand, obwohl Gott allen durch die Bibel seinen Willen vollständig offenbart hat, diesen nicht befolgt, dann nur deshalb, weil er nicht daran glaubt. Gott nennt solchen Men-schen einen bösen Knecht.

Mt 24,48-51 Wenn aber jener als ein böser Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr kommt noch lange nicht, und fängt an, seine Mitknechte zu schlagen, isst und trinkt mit den Betrunke-nen: dann wird der Herr dieses Knechts kommen an einem Tage, an dem er's nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und er wird ihn in Stücke hauen lassen und ihm sein Teil geben bei den Heuchlern; da wird sein Heulen und Zähneklappern.

Wenn ein böser Knecht im Stillen denkt, dass sein Herr auf sich warten lasse, dann wird er von Christus, der an einem nicht erwarteten Tag kommt, bestraft., wohingegen ein Knecht, der in seinem Herzen denkt, dass sein Herr bald komme, Christus zu jeder Zeit freudig willkommen heißen kann, weil er stets vorbereitet ist.
Wir sollten mit der Ankunft Christi in absehbarer Zeit rechnen und auch von jetzt an nicht mehr daran denken, dass er noch lange ausbleibe, sondern uns in steter Wachsamkeit bereit halten.

Wer zur rechten Zeit zu essen gibt, der liebt Gott
Lasst uns die Bedeutung des Satzes „Gebt die Speise zur rechten Zeit!“ aufs Neue ins Ge-dächtnis rufen, indem wir die uns erteilten Worte der Lehre Jesu um die Zeit seiner Himmel-fahrt herum anschauen!

Joh 21,12-17 … Als sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieber, als mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Lämmer! Spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe! Spricht er zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb? Petrus wurde traurig, weil er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb?, und sprach zu ihm: Herr, du weißt alle Dinge, du weißt, dass ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe!

In Bezug auf die Fütterung der Schafherde Gottes gibt es drei verschiedene Futtergaben je-weils zur rechten Zeit. Die Worte „Weide meine Schafe!“ scheinen sich zwar auf gleiche Art und Weise zum dritten Male wiederholen, aber die Aufforderungen Jesu erfolgen in drei fortschrei-tenden Stufen: „Weide meine Lämmer!“ und „Hüte (Sorge für) meine Schafe (HFA)“ und „Weide meine Schafe!“

Zuerst sollten wir die in die Wahrheit geführten Lämmer Gottes auf eine für sie geeignete Wei-de führen. Beim Weiden der Lämmer, die die Wahrheit zum ersten Mal empfangen haben, kommt es vor, sich um die ein wenig mehr gewachsenen Jungschafe zu kümmern. Wie der Bi-belspruch (1. Kor 10,12) „Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle“ uns er-mahnt, so ist es Zeit, dass wir mit noch mehr Sorgfalt bei den einigermaßen gläubig geworde-nen Schafen nach dem Rechten zu sehen. Ferner sollen wir auch die erwachsenen Schafe un-ter Berücksichtigung ihrer Wachstumsgröße auf entsprechendem Weideplatz lagern lassen. So liebt derjenige, der die Schafherde Gottes zur rechten Zeit mit allem Nötigen versorgt, Gott wahrhaftig und wird ein kluger und treuer Diener vor ihm und empfängt seinen Segen.
Das Himmelreich kommt uns von Tag zu Tag immer näher. Ich hoffe, dass die Brüder und Schwestern dem Wort Gottes Gehör schenken und alle erdenklichen Vorbereitungen auf den Empfang Christi treffen.

Der Mensch wird auch als ein arbeitendes Tier definiert. Der Hauptgrund für die Menschenar-beit soll ebenfalls die Ernährung anderer sein. Ein Familienoberhaupt arbeitet nicht nur, um sei-nen eigenen Lebensunterhalt zu verdienen, sondern auch, damit es seine Eltern mit allem Le-bensnotwendigen versorgen und seine noch jungen Kinder verpflegen und großziehen kann. In dieser Hinsicht, dass man zur Verpflegung der anderen arbeitet, gibt es keinen Unterschied zwischen geistlichen und leiblichen Prinzipien.
Ein kluger und treuer Knecht liebte Gott. Aus Liebe zu Familienmitgliedern war er von Ort zu Ort unterwegs, um ihnen die Worte bzw. die Speise des Lebens zu geben und betete für sie. Solch ein fleißig Arbeitender wird im Augenblick der Ankunft Christi als der klügste Mensch ge-lobt werden.
Diese Arbeit ist nicht schwierig. Wir alle können sie in jeder gegebenen Situation ohne Weiteres zustande bringen. Wir müssen unser Bestes tun, um der Aufgabe, die Gott uns, den Gottlie-benden, höchstpersönlich anvertraut hat, gerecht zu werden.

Kol 4,1-3 Ihr Herren, was recht und billig ist, das gewährt den Sklaven und bedenkt, dass auch ihr einen Herrn im Himmel habt. Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung! Betet zugleich auch für uns, dass Gott uns eine Tür für das Wort auftue und wir das Geheimnis Christi sagen können, …

Gott hat uns gesagt, wachsam zu bleiben, und vor allem dafür zu beten, dass er uns eine Tür für seine Botschaft öffnen möge. Die Ernährung und Betreuung der so erhaltenen Lämmer so-wie die weiterhin teilnahmsvolle und herzliche Versorgung der Schafe auch im Erwachsenenal-ter mit Nahrung stellen die Art und Weise dar, Gott zu lieben.

Die Erkenntnis der Liebe Gottes dank den Früchten der Arbeit
Wenn man sich die berühmte Tragödie von William Shakespeare „Romeo und Julia“ anschaut, da stößt man auf eine Szene, wo Romeos Freunde Romeo nicht finden können, weil er, nach-dem er sein Herz an Julia verloren hat, selbst seinen sonst recht gut miteinander ausgekomme-nen Kameraden aus dem Wege geht.
Wie sich Romeos Verhalten wegen seiner Verliebtheit von dem früheren unterschied, so verän-dert die Liebe sogar das Benehmen und die Gewohnheit des Menschen. Lieben wir Gott sol-cherweise, dann erfahren auch unsere Angewohnheiten und Verhaltensweisen einen Wandel. Die Mission ist eine natürliche Handlungsweise des Christen als ein Sohn, der Gott lieb hat.

2. Tim 2,3-10 Leide mit als ein guter Streiter Christi Jesu. Wer in den Krieg zieht, verwickelt sich nicht in Geschäfte des täglichen Lebens, damit er dem gefalle, der ihn angeworben hat. … für welches ich leide bis dahin, dass ich gebunden bin wie ein Übeltäter; aber Gottes Wort ist nicht gebunden. Darum dulde ich alles um der Auserwählten willen, damit auch sie die Seligkeit erlangen in Christus Jesus mit ewiger Herrlichkeit.

Paulus ertrug alles und nahm es auf sich, mit Freude zu leiden, um einzig und allein viele See-len mit Gottes Wort zu retten! Er war eine große biblische Persönlichkeit, die die Liebe zu Gott in die Tat umsetzte. Dass sein Glaube und seine Anschauungen heutzutage von vielen bewun-dert werden, ist gerade auf seinen Fleiß zurückzuführen. Gott gibt solchen Menschen die Krone des Lebens.

2. Tim 4,1-8 So ermahne ich dich inständig vor Gott und Christus Jesus, der da kommen wird zu richten die Lebenden und die Toten, und bei seiner Erscheinung und seinem Reich: Predige das Wort, steh dazu, es sei zur Zeit oder zur Unzeit; weise zurecht, drohe, ermahne mit aller Geduld und Lehre. … Du aber sei nüchtern in allen Dingen, leide willig, tu das Werk eines Pre-digers des Evangeliums, richte dein Amt redlich aus. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Hinscheidens ist gekommen. Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort liegt für mich bereit die Krone der Gerechtig-keit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag geben wird, nicht aber mir allein, son-dern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben.

Wir können ruhig sagen, dass gerade das Leben des Apostels Paulus im wahrsten des Wortes am weisesten war. Aus Liebe zu Gott verkündete er das Evangelium von ganzem Herzen und von ganzer Seele, weshalb er sich in der Vorahnung seines nahen Todes ganz vertrauensvoll äußern konnte, dass die Krone der Gerechtigkeit für ihn im Himmelreich bereitliege.
Indem wir uns die Glaubenslebenszeit von Paulus anschauen, der sich kurz vor dem Ziel des Wettlaufs mit Blick auf die vor sich bereitliegende Krone des Lebens freute, sollten wir uns auch voller Sehnsucht nach dem Tag der Ankunft Gottes um die Verkündigung des Evangeliums be-mühen, ob man es hören will oder nicht, und weise Gläubige wie Paulus werden.
Christus richtete eine Bitte „Weide meine Schafe!“ an uns und ließ uns beten, damit Gott uns eine Tür für seine Botschaft öffne, und legte uns ans Herz, unseren Auftrag als Verkünder der Heilsbotschaft zu erfüllen, weil wir die Liebe Gottes erst dann vollständig verstehen können, wenn wir diese Anweisungen befolgen.

Wenn alle Hundertvierundvierzigtausend ohne meinen geringsten Beistand durch Bemühungen anderer gefunden werden, dann kann ich die Liebe Gottes nicht spüren. Nur durch eine kostba-re Frucht, die ich als Lohn für meine eigene Anstrengung und im Schweiß meines Angesichts vollzogene Aufopferung erhalte, kann ich mir wahrhaftig der Bedeutsamkeit einer Seele be-wusst werden und ganz herzlich für die Liebe Gottes, der uns zum Heil geführt hat, danken. Lasst uns anhand einer kurzen Erzählung über die göttliche Liebe nachsinnen!

Die Lehre des Vaters zur Vererbung des Vermögens an seinen Sohn
Es war einmal ein reicher Bauer, der einen Sohn hatte. Dieser Nachwuchs aber lag auf der fau-len Haut und verplemperte sich, weshalb er für seinen Vater ein Sorgenkind war. Er war zwar der Stammhalter, der das ganze Hab und Gut des Bauern zu erben und es zu verwalten hatte, aber man konnte sich an den fünf Fingern abzählen, dass er unter den gegenwärtigen Umstän-den all sein Vermögen nach dem Tod seines Vaters binnen kürzester Zeit verprassen und dann als Bettler dastehen würde.
Eines Tages rief der Vater seinen Sohn zu sich: „Wenn du mit deinen eigenen Händen kein Geld verdienst, so habe ich vor, dir meinen Besitz nicht zu hinterlassen. Ich habe lebenslang fleißig gearbeitet und dieses Vermögen mit Müh und Not angespart, und es wäre wohl besser, das Geld anderen zu geben, als es dir zu vererben, denn du wirst es ohnehin sogleich aus dem Fenster werfen!
Das entschlossene Auftreten des Vaters machte den Sohn verlegen, der sich um eine Ent-scheidung drückte. Da flüsterte seine Mutter, die stets für ihn Partei griff, zehn Münzen in die Hand drückend in sein Ohr, dass er den ganzen Tag über draußen bleiben und erst abends nach Hause kommen und Vater sie als seinen Tagesverdienst zeigen solle.
Der Sohn jauchzte und vergnügte sich am nächsten Tag von morgen bis abends und streckte am Abend seinem Vater seinen angeblichen Tageslohn von zehn Münzen entgegen, genau wie es ihm seine Mutter geraten hatte. Da geriet aber sein Vater in Zorn und warf die erhaltenen Münzen in den Herdofen hinein, mit der Frage: „Du hast doch diese Münzen nicht verdient, nicht wahr?“ Als der Sohn ausdruckslos ins Leere starrte, da nahm sein Vater eine Rute in die Hand und schlug ihn gnadenlos damit.
Als der Sohn schweren Herzens zu seiner Mutter ging, strich sie über die Wunden seines Soh-nes und legte ihm nahe: „Dein Vater glaubt dir, dem chronischen Faulenzer, beileibe nicht, dass du auf einmal zehn Münzen verdient hast. Sag bitte zu ihm, dass du diesmal einen Verdienst von fünf Münzen hast!“ und drückte aufs Neue fünf Münzen in seine Hand.
Auch am nächsten Tag verbrachte er die Zeit mit Vergnügen und kam erst nach dem Sonnen-untergang heim und hielt seinem Vater seinen vorgeblich verdienten Tagelohn von fünf Münzen hin. Jedoch schmieß der Vater mit der Feststellung „Die hast du ja nicht verdient!“ die Münzen in den Ofen. Der Sohn starrte ihn konsterniert an, und der Vater schlug ihn in noch größerer Wut mit einem Stock für einen Träger in A-Gestellform blau und grün.
Als der Sohn weinend die Mutter aufsuchte, sagte sie auch ganz verlegen zu ihm: „Allem An-schein nach kann man doch deinen Vater nicht hinters Licht führen. Such dir eine Arbeit! Wenn du mit der Arbeit, wie hart sie auch sein mag, kein eigenes Geld verdienst, so wird der Vater wohl anderen Menschen sein ganzes Vermögen überlassen.“
Der Sohn erkannte den Ernst der Lage und ging am nächsten Tag zu einer Arbeitsstelle und er-hielt zwei Münzen für seine ganztätige Beschäftigung. Er streckte frohen Herzens seinem Vater die zwei verdienten Münzen entgegen. Aber er warf sie auch diesmal in den Herdofen hinein. Der Sohn war ganz entsetzt und griff trotz Brandgefahr hastig mit der Hand in den Ofen und nahm die Münzen daraus.
Da hellte sich das Gesicht des Vaters vor Freude auf. Er sagte seinem Sohn lächelnd: „Es ist ganz gewiss, dass du wahrhaftig dieses Geld eigenhändig verdient hast! Man weiß das Geld erst zu schätzen, wenn es im Schweiß seines Angesichts verdient worden ist!“

Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Sie den Grund, weshalb Gott seinen geliebten Kin-dern den Auftrag eines Predigers anvertraut hat, aufgrund der Geisteseinstellung dieses Bau-ern einigermaßen verstehen können.
Um eines geliebten Menschen willen betrachten wir Mühsal nicht als Mühsal, sondern überwin-den sie. Haben wir Gott wahrhaftig lieb, dann lasst uns ihn nicht nur mit den Lippen lieben, sondern sie mit unserem ganzen Leib in die Tat umsetzen!
Jetzt haben wir eine geistliche Erntezeit. Durch den Versöhnungstag haben wir die Liebe Chri-sti, der unsere Sünden vergeben hat, erkannt und ebenso durch das Laubhüttenfest den Segen des Heiligen Geistes wie Regenschauer erhalten. Jetzt sollten wir reiche Früchte tragen und uns dadurch auf die Ankunft Christi vorbereiten. Ich wünsche mir, dass Sie alle ausnahmslos kluge Brüder und Schwestern Zions werden und nach Gottes Wort zur rechten Zeit die Speise an die Menschen verteilen.